In wessen Vollmacht?

Ein Kommentar von Gerd Weckwerth

 „In der Kirche gibt es keine Macht, sondern nur Vollmacht“ Dieser Spruch des früheren Kölner Erzbischofs Meisner auf die Kritik, er hätte sein Amt der Macht Roms zu verdanken, scheint sich jetzt nach mehr als 30 Jahren in besonders negativer Weise zu bestätigen.

Die große Zahl an Verfehlungen, die das von seinem Nachfolger Kardinal Woelki in Auftrag gegebene 2. Gutachten ihm und engsten Mitarbeitern vorwerfen, verdeutlicht ein gestörtes Verhältnis zur irdischen Macht. Wie ein nachträgliches Motto seiner Amtszeit, hört sich jetzt dieser besonders für Außenstehende arrogant klingende Verweis auf eine quasi vom Himmel fallende Vollmacht an.

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ND soll Maria 2.0 unterstützen – Der Antrag der Region Hildesheim

Monika Maurer-Feil und Conny Hecke, die Leiterinnen der Region Hildesheim bündeln die Antragsidee in einem Satz: „Der ND unterstützt die Anliegen und Forderungen, die in den „Thesen Maria 2.0“ vom 21.2.2021 formuliert sind.“

Warum der ND Maria 2.0 unterstützen soll? Ganz einfach: Die Grundanliegen der Thesen sind alles andere als neu, viele NDer*innen vertreten sie schon seit Jahrzehnten, und im ND gibt es eine lange Tradition, Neues auszuprobieren und Reformen vorzubereiten, sich für eine „Inkulturation des Christentums ins Hier und Heute“ einzusetzen. Viele Tagungen, Hirschberg-Beiträge und Ratsbeschlüsse (u.a. Zustimmung zu den Osnabrücker Thesen von 2017) bezeugen dies.

Gegen 16:00 Uhr werden im ND-Rat am Samstagnachmittag die kirchenpolitischen Anträge aufgerufen. Der Rat tagt digital und mitgliedsöffentlich. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich. Dann bekommt ihr seitens der Geschäftstelle den Zoomlink und die Ratsunterlagen.

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Unter dem offenen Himmel

Versuch einer Antwort von Lisa Kötter am 19. März 2021 auf die Veröffentlichung des zweiten Gutachtens zum Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln.

Lisa Kötter ist Mitgründerin der Bewegung Maria 2.0 aus Münster

Wenn auch nur EIN Mensch verletzt wurde oder wird, um ein Amt zu schützen, dann hat dieses Amt die Würde verloren. Das gilt für monarchische wie demokratische Amtsinhaber. Die Würde der Mächtigen stirbt da, wo sie die Würde der Ohnmächtigen verletzen. Die Würde unserer Kirche starb mit der ersten Gewalttätigkeit und deren Vertuschung zwecks Heiligkeits-Vorspiegelung.

Denn damit verriet und verrät diese römische Kirche DEN, von dem sie behauptet, es sei SEINE Kirche. Denn ER, der gesagt hat: „was Ihr den Geringsten tut, das tut ihr mir“, Jesus selbst, ist es, dessen Würde auf dem Altar der Macht und der Glorie geopfert wird.

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„Kirche im Nebel“ – Antrag des Ak Erneuerung im ND-Rat

Zur Bestärkung der Reformen auf dem Synodalen Weg hat der Akrbeitskreis „Erneuerung der Kirche“ einen Antrag an den ND-Rat gestellt. Der Rat tagt am Samstagnachmittag mitgliedsöffentlich.

„Kirche im Nebel – Die Eigenverantwortung aller Katholikinnen und Katholiken achten und stärken“ hat Wolfgang Kramer den Antrag überschrieben. Über diesen Entwurf ist beim Verbandskasten im Plenum und in einer Textwerkstatt diskutiert worden.

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Mehr Beteiligung & Transparenz – ND-Rat tagt am Samstag digital und mitgliedsöffentlich

Premiere am Samstag, den 27. März ab 14:30 Uhr. Erstmalig tagen die knapp vierzig Ratsmitglieder digital. Die Tagesordnung und die Anträge stellen wir diese Woche im ND-Blog vor. Die digitalen Beratungen und Entscheidungen sind den Corona-Restriktionen geschuldet.

Die ND-Bundesleitung will aktiv diese Chance nutzen. um die Ratsdebatten verbandsöffentlich und mitgliedertransparent zu gestalten. Alle Mitglieder können sich online anmelden. Dann bekommen sie die Tagesordung, Ratsunterlagen und den Zoom-Link rechtzeitig zugemailt.

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„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“

AufbruchsGedanken von Klaus Neumann.

als Joe mich anfragte, Aufbruchsgedanken beizusteuern, sagte ich spontan zu. Bei der Umsetzung allerdings kam ich mächtig ins Stottern. Das letzte Corona-Jahr war von Aufbruch recht weit entfernt, es glich und gleicht aktuell eher einem Hinterherhecheln.

Da war also guter Rat teuer. Dann hatte ich einen Geistesblitz, vielleicht war es auch eine höhere Eingebung – egal. Jedenfalls hatte ich eine Idee beim Nachsinnen über Kongresserfahrungen. Derer habe ich einige und plötzlich war dieses Kongressgefühl wieder da!

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Unterscheidung – Gerechtigkeit – Mut

OrdensFrauen für MenschenWürde unterstützen den Synodalen Weg

Sr. Susanne Schneider MC, München
Sr. Hilmtrud Wendorff CJ, Nürnberg

Im Sommer/Herbst 2018 hat sich eine Gruppe von Ordensfrauen aus dem Großraum München zur Gruppe OrdensFrauen für MenschenWürde zusammengefunden. Angesichts einiger Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche wollten wir nicht länger schweigen, sondern in der Öffentlichkeit gemeinsam unsere Stimme erheben. Zunächst stand die Aufnahme von Flüchtlingen im Vordergrund, nachdem einzelne Gemeinschaften von uns schon jahrelang Frauen im Kirchenasyl beherbergt hatten. Doch schon bald kamen weitere wichtige Anliegen hinzu. So formulieren wir unsere Ziele im Frühjahr 2019 wie folgt:

  • Für die Würde eines jeden Menschen:
    für ein geschwisterliches Miteinander; für das Recht der Schwächeren; für Respekt und Dialog; für Gewaltfreiheit.
  • Für Solidarität mit den geflüchteten Menschen:
    für Kirchenasyl; für Bekämpfung der Fluchtursachen; für Klimaschutz; für einen Stopp der Waffenexporte.
  • Für Reformen in der Kirche:
    für ein gleichwertiges Miteinander von Frauen und Männern; für die konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsfällen; für eine überfällige Überarbeitung der kirchlichen Sexuallehre; für die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und Funktionen.

Eure Ziele sind unsere Ziele

Unsere Ziele aus „für Reformen in der Kirche“ korrespondieren mit den vier Foren des Synodalen Weges:

  • Macht und Gewaltenteilung in der Kirche
  • gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag
  • Priesterliche Existenz heute
  • Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
  • Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche.

Diese weitgehende Übereinstimmung ist kein Zufall: Der synodale Weg greift die Anliegen auf, die viele Reformgruppen, Verbände und Einzelne seit Jahren oder Jahrzehnten als Themen qualifizieren, die um des Evangeliums willen zu besprechen und zu bearbeiten sind.

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Erneuerung der Kirche mit kräftigen Farben ausmalen – Vernetzungstreffen am Freitag

Eine Aufforderung von Markus Grimm, Christoph Mauermann, Wolfgang Kramer & Joe Menze

Ad hoc-Gruppe ‚Den ND profilieren‘

Seit längerem denken wir im ND-Rat und in der Leitung darüber nach, wie wir dem ND ein stärkeres öffentliches Profil verleihen können. Auf dem letzten Herbstrat hat Claudia Lücking-Michel zutreffend festgestellt, dass wir im ND „politisch untertourig“ gefahren sind. Um allen Missverständnissen sofort vorzubeugen: ‚Politisch’ verstehen wir natürlich nicht als parteipolitisch, sondern als interessiert an den gesellschaftlichen Fragen und Entwicklungen. In der Kirche begreifen und leben wir Verbände als Transmissionsriemen zur Gesellschaft. Und im ND-Namen ist programmatisch ja ein Neugestaltungsauftrag angelegt.

Die Fragen der kirchlichen Erneuerung sehen wir als ein zentrales Feld an, in dem wir als Verband Profil zeigen können. Und müssen. Denn im Augenblick spitzen sich die Kontroversen um überfällige Reformen zu. Beim Synodalen Weg stehen für Herbst erste Lesungen über Beschlussvorlagen an. Von besonderer Bedeutung für den ND sind die Foren zur Macht und Partizipation, die zentrale Fragestellung, und zur Rolle der Frauen. Mitte März veröffentlicht das Erzbistum Köln ein Zweitgutachten. Der Thesenanschlag hat schlaglichtartig erneut gezeigt, wieviel Sprengkraft in den Themen steckt.

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Südbaden nutzt gathertown – Auch die Kongresskneipe freut sich auf Bundesgeschwister

Eine Gebrauchsanweisung von Christoph Laufkötter

Gather-Town (wörtlich: Versammlungs-Stadt) ist ein online-Tool für Besprechungen. Es ermöglicht bis zu 25 Teilnehmern sich in einem digitalen Raum oder Garten zu bewegen, zu treffen und zu unterhalten. Wer mit wem reden kann, hängt vom Ort ab, wo man gerade ist. Alle aktuellen Gesprächspartner werden mit Video angezeigt. Damit können mehrere Unterhaltungen parallel geführt werden und ein Wechsel der Gesprächspartner ist leicht möglich.

Dieses Tool steht jetzt der ND-Region Südbaden ständig zur Verfügung. Man kann sich also jederzeit auch mit jemanden verabreden und sich dann dort virtuell treffen. Gather-Town benötigt keinen anwesenden Administrator. Beim AufbruchsKongress nutzen wir gathertown als Kongresskneipe und als Familienquartier.

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Aufbruch?

AufbruchsGedanken von Conny Hecke

Die Bitte, ein paar Gedanken zum Thema „Aufbruch“ zu formulieren, hat mich ziemlich beschäftigt! Aufbruch? Wo ich doch ein Jahr vor der Pensionierung stehe und alles eher auf „Abbruch“ gepolt ist? Und das nicht nur beruflich, nein, auch der Körper signalisiert zunehmend eine Art Abbruchsstimmung.

Wobei ich diese Gefühlslage mit Sicherheit nicht negativ als „Endzeitstimmung“ empfinde, sondern eher als Aussicht auf ein ruhiges Ausklingen des Berufsalltags, auf ein sanftes Hinausgleiten aus den jahrelangen Gewohnheiten, Abläufen und Ritualen, auf einen runden, erfüllten Abschied und eine Vorfreude auf Runterfahren, Langsamkeit und Muße.

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