Tagesprophet #Samstag, 18. April

Wir lassen den Mainzer AufbruchsKongress nicht sanglos und klanglos verstreichen. Ein ‚Tagesprophet‘ an alle Teilnehmer*innen und Interessierte enthält jeweils einen Fragebogen, Geistlichen Impuls und ein Quiz. Auf dem ND-Blog veröffentlichen wir den täglichen Fragebogen.

Fragen zur Zeit: Elmar Sulk, Washington

Aus Übersee kommen die Antworten des vorletzten Fragebogens. Genauer gesagt aus Washington DC.

Hand auf‘s Herz: Erlebst du gerade die Zeit als Entschleunigung oder als puren Krisenstress? Was beschäftigt dich gerade?

Ich persönlich erlebe diese Zeit als eine Mischung aus beiden, eher aber als Entschleunigung, weil „home office“ zu einer anderen Form des Arbeitens führt – nicht der Takt der Metro bestimmt, wann ich anfange zu arbeiten, sondern meine Entscheidung, wann ich den laptop aufmache. Und nicht die Autos der rush hour wecken mich morgens in einem Washingtoner suburb, sondern die singenden Vögel. Zwar gibt es immer noch deadlines, und messbare Erfolge werden erwartet, aber insgesamt ist aus einem Neun-Stunden- ein 15-Stunden-Werktag geworden, mit manchen langen Pausen zwischendurch. Und sei es zum Kartenspiel mit der Familie, denn die Kinder (17 und 19) sind ja auch nicht in der Schule bzw. im College.

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Tagesprophet #Freitag, 17. April

Wir lassen den Mainzer AufbruchsKongress nicht sanglos und klanglos verstreichen. Ein ‚Tagesprophet‘ an alle Teilnehmer*innen und Interessierte enthält jeweils einen Fragebogen, Geistlichen Impuls und ein Quiz. Auf dem ND-Blog veröffentlichen wir den täglichen Fragebogen. Wer den ‚tagespropheten‘ bekommen möchte: Einfach eine Mail an kongress@nd-netz.de

Fragen zur Zeit: Klaus Prömpers, Wien

Diesmal ein Blick über die Alpen nach Österreich, wo Klaus Prömpers lebt. Als Journalist beobachtete er die politische Szenerie in Bonn und Brüssel, leitete die ZDF-Büros in Wien und New York. Er schreibt Bücher und recherchiert. 

Hand auf‘s Herz: Erlebst du gerade die Zeit als Entschleunigung oder als puren Krisenstress? Was beschäftigt dich gerade?

Weder noch, die Aufgaben bleiben ja unverändert, auch wenn aktuell ein paar Vorträge – hoffentlich – auf den Herbst verschoben sind

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Tagesprophet #Donnerstag, 16. April

Wir lassen den Mainzer AufbruchsKongress nicht sanglos und klanglos verstreichen. Ein ‚Tagesprophet‘ an alle Teilnehmer*innen und Interessierte enthält jeweils einen Fragebogen, Geistlichen Impuls und ein Quiz. Auf dem ND-Blog veröffentlichen wir den täglichen Fragebogen. Wer den ‚tagespropheten‘ bekommen möchte: Einfach eine Mail an kongress@nd-netz.de

Fragen zur Zeit: Wolfgang Kramer, Stuttgart

Aus Württembergs Hauptstadt kommt Wolfgang Kramer. Die Flüchtlingsinitiative Refugio, pro concilio, Pax Christi, ND: Er ist vielfältig aktiv und im Bistum gut vernetzt. Die Erneuerung der Kirche ist sein Anliegen. Außerdem leitet er die Region Württemberg.  

Hand auf‘s Herz: Erlebst du gerade die Zeit als Entschleunigung oder als puren Krisenstress? Was beschäftigt dich gerade?

Bei allen negativen Auswirkungen der Coronakrise, die mich traurig und mitfühlend machen, erlebe ich die Zeit der Entschleunigung auch positiv. Mich beschäftigt die Kernfrage, wie die Welt nach der Krise aussehen wird und was ich dazu beitragen kann, dass die Zeichen der Zeit verstanden werden.

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Tagesprophet #Mittwoch, 15. April

Wir lassen den Mainzer AufbruchsKongress nicht sanglos und klanglos verstreichen. Ein ‚Tagesprophet‘ an alle Teilnehmer*innen und Interessierte enthält jeweils einen Fragebogen, Geistlichen Impuls und ein Quiz. Auf dem ND-Blog veröffentlichen wir den täglichen Fragebogen. Wer den ‚tagespropheten‘ bekommen möchte: Einfach eine Mail an kongress@nd-netz.de

Fragen zur Zeit: Sophia Weische

Den nächsten Fragebogen hat Sophia Weische ausgefüllt. Zusammen mit Carlotta Hug leitet die gebürtige Kölnerin das Kinder- und Jugendprogramm. In Mainz, so viel darf vielleicht schon verraten werden, spielt es unter anderem über den Dächern der Stadt.

Hand auf‘s Herz: Erlebst du gerade die Zeit als Entschleunigung oder als puren Krisenstress? Was beschäftigt dich gerade?

Definitiv als Entschleunigung! Ich sehe tagtäglich wie die Menschen über sich hinauswachsen; wie kreative Lösungen gefunden werden; wie die Menschen sich gegenseitig helfen.

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Interaktiver ND-Gottesdienst – ein erstes Resümee

Zum ersten interaktiven Emmaus-Gottesdienst des ND am Ostermontag waren 260 Endgeräte eingelogt. Demnach haben rund 500 Menschen, vielleicht auch mehr, gemeinsam mit uns gefeiert. Das ist eine tolle Zahl, weil sie zeigt, dass auch der ND mit Veränderungen und Schwierigkeiten umzugehen weiß. Übrigens waren auch eine ganze Reihe Nicht-ND‘er dabei, davon denen sich einige überrascht und positiv bei uns gemeldet haben.

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Worte zur Corona-Krise 4: Verschwörung auf Leben und Tod

Liebe Freundinnen und Freunde, Hoffende in unabwendbarer Angst!

Das passt nicht zusammen: In der Natur meldet sich der Frühling mit seinem sprießenden Leben, genießen wir eine strahlende Sonne und hell aufleuchtende Tage. Der Gang ins Freie lässt sich nicht aufhalten, auch wenn sich die Beschränkungen überall bemerkbar machen. Doch ausgerechnet in dieser Jahreszeit ist unsere Gesellschaft in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt. Opfer gelten als unvermeidlich. Am 9. April zählen wir in Deutschland über 2100, allein in New York über 6200 Tote, von den Todesopfern in anderen Staaten ganz zu schweigen.

1. Ängste, die unter die Haut gehen

Wer zu keiner Risikogruppe gehört, sorgt sich mit erhöhter Energie um die Herausforderungen des ungewöhnlichen Alltags, das Wohlergehen der Familie und die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die gebrechliche Gesundheit ihrer Eltern, vielleicht auch um das Schicksal derer, die in überfüllten Lagern gestrandet sind. Es gibt aber auch weitergehende Erschütterungen, die sich jetzt erst anmelden. Viel schlimmere Katastrophen drohen armen und medizinisch schlecht versorgten Ländern und alle starren auf das Stottern der Ökonomie- und Finanzwelt, dieses gigantischen Supermolochs, der in normalen Tagen die gesamte Menschheit in Atem hält und ihr jetzt möglicherweise die Luft abschnürt. Rezession lautet das große Angstwort, das in Wirtschaftszentren und Regierungsvierteln umgeht. Die Verunsicherungen reichen tief.

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Worte zur Corona-Krise 3: Blockierte Gemeinschaft

Liebe Freundinnen und Freunde, Verbundene in erzwungener Distanz!

In den vorhergehenden Texten habe ich über zwei Schlüsselerfahrungen nachgedacht, die in der Corona-Krise scharf zutage treten, den schwindelerregenden Verlust aller Sicherheit und den verzweifelten Versuch, unsere Zeiträume zum Stillstand zu bringen. Was aber soll dieses tatenlose Nachdenken? Die Infektion wartet nicht, bis wir sie begriffen haben. Inzwischen hat sie alle Kontinente im Griff und zwingt alle Menschen in dieselbe globale Drohkulisse: Globalisierung ist zum Fluch geworden. Zugleich legt sie z.B. in Deutschland uns allen dieselben Lasten auf: die Enge kleiner Wohnungen und ihre Über-forderung als Ersatzschule und Heimbüro zugleich, der Zusammenbruch vieler Alltags-strukturen, die Zunahme von Geschrei und Gewalt, denen Kinder jetzt nicht mehr entrinnen können, ein vielfältiges finanzielles Fiasko und eine dunkle Zukunft, die uns alle ängstigt. Wie kommen wir damit klar? Das alles erfordert Verantwortung, Initiative und entschlossenes Handeln.

Zeichen des Zusammenhalts

Doch von einigen Anlaufschwierigkeiten, etwa den anfänglichen Hamsterkäufen und anfänglichen Corona-Partys einmal abgesehen, ist Erstaunliches zu entdecken: Die Bevölkerung reagiert besonnen, die Politik handelt vernünftig und ohne zu murren nimmt die Industrie schwere Einbußen in Kauf. Ärzteschaft und Pflegepersonal zeigen einen vorbehaltlosen Einsatz. Über Nacht haben sich solidarische Arbeits- und Solidaritätskreise etabliert und Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit werden gesetzt. Festnetztelefon und digitale Medien haben Hochkonjunktur. Menschen singen füreinander von Fenstern und Balkonen und die Jüngeren unter uns besorgen für uns Ältere Einkäufe. Die Bekundungen gegenseitiger Dankbarkeit sind, vom Bundestag bis in einfachste Kreise hinein, ebenso groß. Bisweilen nehmen sie einen beschwörenden Unterton an, sind wohl von der Hoffnung getragen, dass dieser Zusammenhalt mehr als ein Strohfeuer sei. Seien wir nämlich realistisch, die Situation ist noch nicht überstanden und die wahren Belastungen stehen uns erst noch bevor.

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Tagesprophet #Dienstag, 14. April

Wir lassen den Mainzer AufbruchsKongress nicht sanglos und klanglos verstreichen. Ein ‚Tagesprophet‘ an alle Teilnehmer*innen und Interessierte enthält jeweils einen Fragebogen, Geistlichen Impuls und ein Quiz. Auf dem ND-Blog veröffentlichen wir den täglichen Fragebogen.

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Fragen zur Zeit: Renate und Jörg Spannig, München

Renate ist in der ND-Leitung, ND Kind, Sozialpädagogin, Kommunalpolitikerin, Jörg Maschinenbauingenieur, Herausgeber Liederbuch Dacapo, beide sind aus der KSJ Amberg, seit 1992 verheiratet, 2 Adoptiv- und Pflegekinder (17 und 21)

Hand auf‘s Herz: Erlebt Ihr die Zeit als Entschleunigung oder als puren Krisenstress?

Stress definitiv nicht, eher die Sehnsucht nach sozialen Kontakten, Begegnungen. Wir haben das große Glück gesund zu sein und in einem Haus mit Garten leben zu können.

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