„Mit Mut unterwegs auf dem Synodalen Weg“

Mehr Synodalität wagen, fordert der ND-Herbstrat und hat mit großer Mehrheit einen unterstützenden Antrag beschlossen – Von Joe Menze

Von Joe Menze

Im ND beschäftigen wir schon lange mit dem synodalen Gedanken, etwa mit der von Rolf Eilers initiierten Hirschberg–Ausgabe zur Synode. Im Beschuss zur „gegenwärtigen Lage der katholischen Kirche in Deutschland“ (Köln 2019) haben wir konkrete Forderungen seitens des ND an die synodale Debatte formuliert. Mit unseren Stellungnahmen zu den aktuellen Entwicklungen „Suche nach Wahrheit ist eine Frage der Moral“ (Nov. 2020) „Kirche im Nebel“ (März 2021) haben wir Erwartungen des ND an den synodalen Weg formuliert.

Wie jetzt zuletzt bei der zweiten Vollversammlung in Frankfurt gut zu beobachten gewesen ist, werden in einer konstruktiven Art und Weise über übergreifende Zukunftsfragen des Glaubens und der katholischen Kirche debattiert. Diesen Weg wollen wir mit diesem Antrag bekräftigen, wohl wissend, dass der Synodale Weg von einigen mit großer Skepsis als Manöver der Vertröstung bewertet wird und dass an der Kirchenbasis konkrete pastorale Sorgen und Nöte die Gläubigen weit intensiver beschäftigen.

Der Antrag „Mutig unterwegs auf dem Synodalen Weg“ im Wortlaut:

Der ND sieht im Synodalen Weg ein ermutigendes Signal, gemeinsam eine lebendige Kirche zu gestalten, die Gottes befreiende Botschaft in die Welt ausstrahlt. Angesichts der existenziellen Krise der katholischen Kirche fordern wir alle Synodale auf, mutig und beherzt überfällige Reformen abzuwägen und strukturelle Veränderungen auch zu beschließen und dann umzusetzen.

Wenn Papst Franziskus erklärt, Gott erwarte, dass die Kirche des dritten Jahrtausends sich auf den Weg der Synodalität aufmachen soll, so sind wir im ND gern bereit, unseren Teil dazu beizutragen. Das Verständnis teilen wir, dass Synodalität sowohl in der Mitgestaltung und Partizipation zum Tragen kommen muss, als auch als umfänglich gestalteter geistlicher Prozess aller Suchenden und Gläubigen begriffen werden muss.

Wir unterstützen den Grundgedanken eines „Synodalen Rates“, wie er im Handlungstext „Synodalität nachhaltig stärken“ beraten wird.

Weiterhin haben sich die Ratsmitglieder in der Debatte den Vorschlag einer provosorischen Doppel-Repräsentation in der Deutschen Bischofskonferenz erörtert. Mit gewählten Laienvertretungen bei den Treffen der Bischöfe könnte sich die Gesprächskultur bei den Vollversammlungen substantiell verändern.

Im ND werden wir sehr intensiv die weiteren Entwicklungen auf dem Synodalen Weg verfolgen. Der Frühlingsrat wird am 19. März auf seiner Sitzung die Ergebnisse der dritten Vollversammlung bewerten.

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