Immer diese verflixte Öffentlichkeit. – Hier ist Dein Rat gefragt.

Wie entschieden positioniert sich der ND und wer entscheidet über öffentliche Erklärungen? Und: Können Ausgetretene überhaupt ND-Mitglied sein?

„Kirche im Nebel“. Der Beschluss des ND-Frühlingsrates 2021 liegt gefühlte Ewigkeiten zurück. Ihr erinnert Euch?  Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hatte eine Akte namens „Brüder im Nebel“ geführt. Sein Geheimsekretär und Nachfolger Kardinal Rainer Woelki vermittelte anlässlich der Veröffentlichung eines Zweitgutachten den Eindruck einer Unbeteiligtheit und Wenig-Betroffenheit.

Neben der Kritik am kölschen Klüngel forderte der ND-Rat mit einer satten Drei-Viertel-Mehrheit die Eigenverantwortung der Katholikinnen und Katholiken zu achten und zu stärken und formulierte Erwartungen an Aufklärungswillen und an die Synodale Versammlung.

Aschermittwoch dieses Jahr. Die „Kernschmelze“, so der Diözesanratsvorsitzende Tim Kurzbach, nimmt ihren Gang und führt zu langen Schlangen von Austrittsentschlossenen vor den Amtsgerichten.

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Botschaften der Ungeduld

Unsere Ungeduld!

Mittwoch, den 2. März

Viele von Euch fragen, warum wir das Thema „Ungeduld“ gewählt haben. Aus vielen Gründen. Etwa weil wir nicht warten wollen, bis der Papst Herrn Woelki entlässt. Das tun wir einfach selbst. Mehr dazu und zu anderen Dingen auf dem Wohldenberg. 3.-6. Juni 2022. Anmelden!

Eurer Vorbereitungsteam Gundolf Barenthin, Tillmann Bendikowski, Joe Menze. Kontakt: wohldenberg@nd-netz.de

Botschaft der Ungeduld (1)

Kein „Weiter so“!

Samstag, 19. Februar

Nach den Corona-Einschränkungen geht es wieder los – wir treffen uns Pfingsten auf dem Wohldenberg. Aber klar: Wir können nicht einfach weitermachen wie früher. Zu vieles hat sich verändert. In diesem Land, in der Kirche, in unseren Familien.

Wir sind so ungeduldig. Ist das gut? Das werden wir sehen – auf dem Wohldenberg: 3.-6. Juni 2022. Anmelden!

Eurer Vorbereitungsteam Gundolf Barenthin, Tillmann Bendikowski, Joe Menze. Kontakt: wohldenberg@nd-netz.de

„Beauftragt und gesandt“ –  Diethard Zils feiert 60jähriges Jubiläum seiner Priesterweihe.

Einige Stichworte mögen genügen, um den vielfältigen Lebensweg von Diethard Zils OP anzudeuten. Als Dominikaner war er in Brüssel, dem Herzen Europas ebenso aktiv, wie in den postsowjetischen Ländern Bosnien und Lettland. Polen, Ukraine und Russland sind ihm ebenso vertraut wie das katholische Rheinland zwischen Düsseldorf und Mainz. Nicht nur zahlreiche Gotteslob-Lieder geben Zeugnis von seiner fröhlichen Musikalität. Er ist ein Sprachen- und Verständigungstalent. 

In vielfältiger Weise hat Diethard den Bund geprägt. Beim der KSJ-Plattform war er ein inspirierender KSJ-Bundeskaplan. Im  Männerring hat er sich um den Ak Osteuropa gekümmert, die ND-Werkwochen in Münster begleitet und beim digitalen AufbruchsKongress mit uns den liturgischen Ausklang in der Chagall-Kirche St. Stephan gefeiert. 

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Appell an die Regierungen, die über Krieg und Frieden entscheiden können

Ein Gedicht von Doris Enste.

Schafft die Waffen aus der Welt 
Da verschwendet Ihr nur Geld!!!! 
Die Waffenlobby wird profitieren 
Die andren werden nur verlieren! 
Wir haben Corona mit großem Leid 
Nicht nur hier – bereits weltweit. 
Der Klimawandel zeigt jeden Tag, 
was alles er zerstören mag. 
Schneestürme, Hochwasser, Tsunamis, Tornados 
Verwüstungen statt Paradies und Eldorados!! 
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„Der Synodale Weg muss die Wende bringen – konkret und jetzt!“

der Offene Brief katholischer Verbände und Reformgruppen an die Teilnehmenden der 3. Synodalversammlung vom 3. bis 5. Februar 2022 in Frankfurt im Wortlaut. Der ND ist Mitunterzeichner.

Mit großem persönlichem Einsatz und mit hoher moralischer, theologischer und pastoraler Verantwortung sind entscheidende Texte erarbeitet worden. Dafür sprechen wir als Reformgruppen und Verbände unseren Dank aus. Jetzt erwarten wir von den Teilnehmenden der 3. Synodalversammlung, diese wegweisenden Vorlagen mit eindeutigen Mehrheiten zu beschließen, sodass sie auch vom Vatikan wahrgenommen und akzeptiert werden.

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Wenn es die KSJ nicht gebe, müssten wir sie zusammen erfinden!

Eigentlich hätte die KSJ-Bundeskonferenz in Altenberg gleich doppelt jubiliert: 1971 wurde die Arbeitsgemeinschaft von ND-Schülergemeinschaft und Heliand-Mädchenkreis gegründet. Vor zehn Jahren verschmolzen die beiden Verbände zur KSJ. Zur digitalen Feier & Buko überbrachte Joe Menze die Grüße vom ND.

Liebe KSJ’lerInnen und KSJ’ler,

kommt kurz mit auf 1.630 Meter Höhe über Normal Null auf den Schönblickweg nach Südtirol. Stellt Euch die atemberaubende Bergkulisse der Dolomiten und des Latemars vor. Und mitten drin: der Pitschöler Hof, bevölkert mit vierzig KSJ’ler*innen. Einfach Leben! Es gab nur ein Klo und eine Raucherbank – beide mit Bergblick.  Ein schwarzer Schlauch  in der Sonne erhitzte für die Schnellsten von der Bergwanderung das Duschwasser, aber nur für die ersten sechs Leute. Gespült wurde kollektiv in Spülwannen. Dafür gab es heißes Wasser frisch vom Herd.  

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Der digitale ND-Kongress 2021 – Ermutigung und Zeichen des Aufbruchs

Wer nicht den ersten Schritt wagt, kann es beim zweiten nicht besser machen. Ein produktiver Anarchismus liegt in der Luft.

Ein Resümee von Ottmar John, Ibbenbüren

Der ND-Kongress 2021 steht nicht nur unter der Überschrift #ImAufbruch – er ist selbst ein ermutigendes Zeichen des Aufbruchs. Allein schon sein pures Stattfinden beweist die Handlungsfähigkeit des ND. Einerseits achten wir die staatlichen und kommunalen Seuchenschutzbestimmungen, andererseits gibt es Leute im ND, die auch in schier aussichtslos erscheinenden Situationen nicht aufgeben, kreativ nach Wegen suchen und diese dann tatsächlich finden. Das lässt für die Zukunft des ND hoffen.

Gesellschaftliche Probleme und Konflikte sind in Coronazeiten nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Corona verstärkte Ungleichheiten und Spaltungen, Benachteiligung und Übervorteilung. In dieser Situation ist es gravierend, wenn staatliche Administrationen oder wirtschaftliche Akteure leichteren Zugang zu alten und neuen sozialen Medien haben. Auch wenn Shitstroms ausbrechen, Hassmails Menschen gezielt fertig machen sollen oder „Gefällt-mir-Buttoms“ geklickt werden, scheuen sich Medien- und Kommunikationsexperten, dieses als aktive Nutzung zu bezeichnen.

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Unter dem Brennglas der Pandemie

Die Corona-Pandemie und die mit ihr verbundenen Einschränkungen fokussieren wie ein Brennglas dem und der Einzelnen wie den Gesellschaften die kritischen Punkte, die Neuorientierungen einfordern. „Die Hüften gegürtet, den Stab in der Hand“ (Ex 12,11) nenne ich ohne große Revision meine ganz persönlichen Punkte.

AufbruchsGedanken von Raimund Fischer

Die Pandemie hat mir persönlich den Wert konkreter Beziehungen bewusst gemacht, vor allem in meiner Familie, aber auch zu meinen Kollegen*innen. Ich habe bereits begonnen, meine Kontakte bewusster zu pflegen, mich auch einfach mal so zu melden – frei nach der benediktinischen Regel „Die Brüder sprechen sich oft, aber kurz“. Zu diesem Beginnen gehört, dass ich das jetzt – zum Beispiel hier – festhalte, mir aufschreibe als Erinnerung.

Intensivere Kontakte

Merkwürdig: Gerade in der Zeit der Kontaktbeschränkung wird mir der Wert der Gastfreundschaft überdeutlich, wohingegen die Neugier auf die vielen Kontakte schwindet. Oft fühlte ich mich wie der Klassenclown, der quer zu allen Qualitätssicherungen Fantasie und Kreativität lehrte. Natürlich habe ich mich gefreut, dass mich einige Menschen darauf angesprochen und mich gelobt haben. Mehr noch habe ich mich gefreut, dass einige Schülerinnen und Schüler sich auf ihre ureigenen Qualitäten besonnen und fantasievoll gearbeitet haben, statt sich unter der Bettdecke zu verkriechen. 

Frohe Botschaft ansteckend

Zu den Kreisen, die mein Leben zog und zieht, gehören konkrete kirchliche Kreise, dazu der Austausch mit religiös bzw. philosophisch wachen Menschen. Die Wagenburg-Mentalität der Korrekt-Gläubigen und Ritual-Fetischisten wird mir zunehmend beängstigend und belastend, ich suche die verbindliche Fröhlichkeit, den klugen und zugleich ansteckenden Glauben, der frische Luft verträgt und braucht.

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Hartnäckig dazu beitragen, dass ND und Pfingsten zusammen gehören

Die Herausforderungen der Zeit angenommen – Über Vorbereitungen des Pfingsttreffen

Tillmann Bendikowski, Team Wohldenberg

Einfach weiterEs ist nicht ganz einfach, in diesen bewegten Zeiten den Überblick zu behalten – wir wünschen Euch selbstverständlich allen, dass Euch das in Eurem Alltag und in Euren Familien gelingt. Wir als Vorbereitungsteam versuchen derzeit auch, den Überblick zu behalten, damit ein Pfingsttreffen tatsächlich stattfindet.

Das ist herausfordernd, aber auch spannend und zuweilen durchaus überraschend. Zugleich ist es aber auch schön (vielleicht interessiert es Euch), dass unser kleines Team wirklich toll funktioniert. Wir sehen uns zwar nur digital, dafür aber regelmäßig und mit viel Freude.

Und es geht voran: Wir erfahren innerhalb des ND viel Zuspruch und Unterstützung: Der „AK Netz“ hat sich mit uns getroffen, wir profitieren von den digitalen Erfahrungen der letzten Monate, und es gibt erste hilfreiche Geister, die uns bei unserem Vorhaben auch praktisch unterstützen wollen. Dabei – so viel Optimismus muss gestattet sein – hoffen wir immer noch, zumindest mit einem Teil von Euch real auf den Wohldenberg zu fahren.

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