Hildesheimer Erklärung: Segen für diese Welt

Die unten aufgeführten Verbände und Institutionen im Bistum Hildesheim, ua. der ND und die KSJ, zum Nein der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare

Mit unserer Erklärung nehmen wir Stellung zum Dokument der Glaubenskongregation vom 15. März 2021. Wir machen deutlich, was im Bistum Hildesheim an vielen Orten und in vielen Gemeinschaften, Einrichtungen und Verbänden praktiziert wird: Menschen sind unabhängig von ihrer sexuellen Identität gleichberechtigter Teil der Kirche. Gottes Segen gilt ihnen und ihren partnerschaftlichen Beziehungen – denn er gilt ohne Ausnahme allen liebevollen Beziehungen.

Der Glaubenskongregation gelingt es bislang nicht, die Sexualethik der Kirche und die ihr zugrundeliegende Schöpfungstheologie in einen konstruktiven Dialog mit heutigen humanwissenschaftlichen Standards zu bringen. Wir nehmen wahr, dass so Menschen Leid zugefügt und die eigene Lehrautorität beschädigt wird.

Daher widersprechen wir der dem Dokument zu Grunde liegenden sexualethischen und theologischen Begründung und gleichermaßen der daraus abgeleiteten Positionierung des Lehramtes. Ebenso widersprechen wir dem Sprachgebrauch des Dokuments, das homosexuelle Menschen nicht als gleichwertigen Teil der Kirche anspricht, sondern ihnen in einem vermeintlichen Akt der Barmherzigkeit begegnet.

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„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“

AufbruchsGedanken von Klaus Neumann.

als Joe mich anfragte, Aufbruchsgedanken beizusteuern, sagte ich spontan zu. Bei der Umsetzung allerdings kam ich mächtig ins Stottern. Das letzte Corona-Jahr war von Aufbruch recht weit entfernt, es glich und gleicht aktuell eher einem Hinterherhecheln.

Da war also guter Rat teuer. Dann hatte ich einen Geistesblitz, vielleicht war es auch eine höhere Eingebung – egal. Jedenfalls hatte ich eine Idee beim Nachsinnen über Kongresserfahrungen. Derer habe ich einige und plötzlich war dieses Kongressgefühl wieder da!

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Aufbruch?

AufbruchsGedanken von Conny Hecke

Die Bitte, ein paar Gedanken zum Thema „Aufbruch“ zu formulieren, hat mich ziemlich beschäftigt! Aufbruch? Wo ich doch ein Jahr vor der Pensionierung stehe und alles eher auf „Abbruch“ gepolt ist? Und das nicht nur beruflich, nein, auch der Körper signalisiert zunehmend eine Art Abbruchsstimmung.

Wobei ich diese Gefühlslage mit Sicherheit nicht negativ als „Endzeitstimmung“ empfinde, sondern eher als Aussicht auf ein ruhiges Ausklingen des Berufsalltags, auf ein sanftes Hinausgleiten aus den jahrelangen Gewohnheiten, Abläufen und Ritualen, auf einen runden, erfüllten Abschied und eine Vorfreude auf Runterfahren, Langsamkeit und Muße.

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„Wie hart müssen + dürfen wir Kirchenleitungen kritisieren?“ AufbruchsKongess lädt zu drei Diskussionen

Die Fallhöhe beim ‚Synodalen Weg‘ ist immens“, kommentiert Wolfgang Kramer vom ND-Arbeitskreis ‚Erneuerung der Kirche‘. „Während die einen den Gesprächsprozess als allerletzte Chance angesichts der fundamentalen Kirchenkrise verstehen, denunzieren andere die Reformbemühungen als ‚Abgrund von Glaubensverrat‘ bei einschlägigen römischen Großinquisitoren.“

Gleich drei Veranstaltungen auf seinem digitalen AufbruchsKongress widmet der ND dem eskalierenden Kirchenstreit. Interessierte sind herzlich willkommen, sich in die zweistündigen Zoom-Diskussionen am 21. Februar, am 6. und 24. März einzuschalten. 

Am Sonntag, den 21. Februar, ab 19 Uhr, verknüpft das 3. ND-Frauenkonklave die lautstarke Energie der Basisbewegung Maria 2.0 mit dem zwischen Laienvertreter*innen und Bischöfen ausgehandelten  Synodalen Weg und hört die Stimme einer jüngeren Generation, die ziemlich anders christlich sozialisiert ist. 

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Wie der AufbruchsKongress in Mainz sich digitalisierte – Der 1. Werkstattbericht

Der Kongress ist die zentrale Veranstaltung des ND, die sich immer in der Osterwoche in wechselnden Städten trifft. Selten nutzen wir KSJ-Schulen als Treffpunkt und Plattform fürs Programm. Ein erster Bericht aus der Werkstatt der Programmkommission in sieben Punkten.

2020 wollen wir, die Programm-Gestalter*innen, Euch in Mainz, präziser im Willigis-Gymnasium, Heimat einer KSJ-Stadtgruppe, als Kongresszentrum, treffen. Unsere Devise: „Im Aufbruch …“. Bis wir am Freitag, dem dreizehnten März 2020, wegen des Virus den Kongress in Mainz absagen mussten. Schweren Herzens vertagen mussten – dachten wir damals. Denkste.

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Wählen mit Sternchen – KSJ-Buko votiert für weibliche Doppelspitze

Leitungswahlen sind – na logo – das Salz in der Suppe jeder Bundeskonferenz. 2020 ist der Top außerordentlich und außergewöhnlich. Nicht weil, die Meinungsbildung und Abstimmung weitgehend digital läuft, sondern weil Ozans zweite Amtszeit ausläuft und Julia früher als Geistliche Bundesleiterin aufhört. Beide Positionen gleichzeitig besetzen zu können, wirft Luxusprobleme auf, die in der Satzung nicht geregelt sind.

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Demokratie live – Antragsdebatten auf der KSJ-Buko

Buko-Update: Gestern und heute wurden mit Patrycja Reczek und Rebekka „Bekki“ Schuppert die geistliche und politische Bundesleitung auf der digitalen KSJ-Buko gewählt. Herzlichen Glückwunsch. Ein ausführlicher Wahlbericht folgt morgen.

Der gestrige Vormittag stand im Zeichen der Antragsdebatten. Anders als der Begriff „Antragscafé“ ein Kaffeekränzchen vermuten lassen können, ging es hoch konzentriert zur Sache. Das Antragscafé zwischen der ersten und zweiten Lesung öffnete zur intensiven Textarbeit in einem der fünf digitalen Räume: Maria Zanders, Romano Guardini, Sophie Scholl, Thomas Morus und Ursula von Köln.

Demokratie ist ein langsames Geschäft, aber aller Mühe wert, weil sich in Antragsdebatten die unterschiedlichen Ansichten auf der digitalen Buko zu Verbandsinitiativen verdichten und die KSJ-Positionen profilieren. Drei exemplarische Beispiele aus der Demokratie- & Verbandswerkstatt.

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Bundeskonferenz geht ins Netz – Erfolgreicher Auftakt der KSJ-Netzwerker*innen

Kurz vor 17 Uhr am verlängerten Weihnachtsfesttag. Fünf Organisator*innen und knapp siebzig Teilnehmer hocken überall in Deutschland vor den Geräten, sind für die Bundeskonferenz (kurz: Buko) ins Netz gegangen.

Noch herrscht Ruhe vor der KSJ-Buko. Die Zahlen steigen: 82. Auf der diesjährigen Agenda stehen sicher die Wahlen zur KSJ-Bundesleitung im Zentrum der Aufmerksamkeit. Zwei Bewerber*innen um die Stelle der Geistlichen Leitung und gleich drei Leute konkurrieren um die politische Bundesleitung. Spannend ist die Konstellation, weil gleich beide Plätze der KSJ-Doppelspitze zu besetzen sind.

Ozan Ardicoglu eröffnet eine Bundeskonferenz, „wie es sie nicht nie gegeben“. Das Bild sei kurz abgerauscht gewesen, erzählt der Bundesleiter. jetzt sehe er viele bekannte Gesichter auf dem Bildschirm, blicke jetzt aber in den großen einen leeren Raum, wo sich die KSJ’ler*innen sonst sitzen würden. Inhaltlich, das zeigten die die vorliegenden Anträge, werde es eine sehr gute Buko und auf dem digitalen Weg gemeinsam diskutieren.  Ähnlich geht es dem zweiköpfigen Präsidium. Statt wie üblich vor einem Plenum jetzt „einfach so in einen leeren Raum zu reden: Ein komisches Gefühl“.  

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Advent: Zeit der neugierigen Fragen

Dieser Tage ist mir ein Spruch von Erich Kästner in die Hände gefallen: „Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt, entsteht. Denkt an die Frage jenes Kindes: Was macht der Wind, wenn er nicht weht?“ Klar gibt es so etwas wie Windstille. Wer segelt, kennt Flauten und hofft und freut sich darauf, dass sich die Segel wieder füllen.

Manche Fragen drängen sich auf und passen in die Zeit. Wie wird dies Jahr der Tannenbaum geschmückt?  Kerzen oder LED-Ketten? Den Christstollen mit Quark- oder doch lieber mit Hefeteig? Welches Geschenk passt für wen? Dies ist fraglos noch die leichtere Kategorie.

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„Jede Stimme zählt“ – Kandidatenrede von Joe zur ND-Bundesleitung

Jede Stimme zählt. Den ND, egal ob als Bund Neudeutschland, als Netzwerk engagierter Christ*innen oder als Buchstabenkombination verstanden, sehe ich in einer Verfassung, dass jede und jeder gebraucht wird, um mit ihren und seinen Kräften unser Zusammenleben mitzugestalten.

Jede und jeder wird gebraucht: Übrigens ganz egal, ob altersweise im Bund oder frisch eingetreten oder neugierig-interessiert.

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