Seid – und bleibt begeistert !

Gerade starten auf dem Venusberg, dem Wohldenberg und in der Oase Steinerskirchen die drei Pfingsttreffen. Ob es um die kostbare Ressource Wasser, um nachhal(l)tiges Leben oder „Spiri statt Siri“ sich dreht, die Begegnungen über Pfingsten machen deutlich: Gebt dem Geist Raum. Und dann passiert einiges.  

Blicken wir in die Gesellschaft: Ist Ihnen dieser kleine Aufkleber aufgefallen? „Macht es wie wir Kinder. Werdet erwachsen!“ Die beiden Hashtags #KlimaschutzJetzt und #FridaysForFuture verraten die Herkunft und Zielrichtung. Vielleicht ist Ihnen ja auch der Demozug der Schülerinnen und Schüler begegnet, auf dem Plätzen und Straßen, mit der Parole „Wir sind hier, wir sind laut, weil – Achtung! – Ihr uns die Zukunft klaut.“ In bunter Mischung folgen (Grand)ParentsForFuture, ScientistsForFuture, TeachtersForFuture, KünstlerForFuture und wie die unterstützenden FF-Gruppe alle so firmieren.

Einige sehen darin eine neue Jugendbewegung, loben das politische Verantwortungsbewusstsein der jungen Generation, andere kritisieren die Schulstreiks. Sollen doch die Profis … Schulpflicht breche Demonstrationsrecht.  Egal, wie wir das jetzt werten, ohnehin eine individuelle Gewissensentscheidung und eine Abwägung der Argumente, eines ist doch klar: Ein klarer Fall von Begeisterung durchzieht FridaysForFuture.

Szenenwechsel. Eine Maiwoche lang haben Katholikinnen in ganz Deutschland gestreikt für mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche. „Wir sind gläubig, Teil der Kirche, das wollen wir auch bleiben“, höre ich von vielen, die sich an Maria 2.0 beteiligt haben.

Deutlich ist aber auch, dass Unverständnis und Enttäuschung, Ärger und Resignation bis tief in den Kern von Gemeinden wie Verbänden reichen. Empörend wirkt nicht nur die mangelnde Aufarbeitung der Missbrauchsskandale, sondern vielmehr die alltäglichen Erfahrungen von Frauendiskriminierung und Männerdominanz.

Das Begeisterungsmoment der Initiatorinnen von Maria 2.0 liegt darin, zu „kämpfen für einen Weg, der es uns und auch den nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich macht, sondern sogar Freude, in dieser Kirche zu bleiben! Weil wir hier beheimatet sind, weil uns so sehr an ihr liegt.“

Zeitsprung:

Der Geist Gottes sprudelt aus den Aposteln beim Pfingstereignis heraus. Begeisterung pur. Es hält die Jünger und Jüngerinnen nicht mehr verschlossenen und verriegelten Raum, raus strömen sie auf die Plätze und Straßen. Wur werden es in den Gottesdiensten auf de Pfingsttreffen verlesen und hören.

Die biblische Botschaft will weiter verkündet werden. Papst Franziskus appelliert in seinem Resümee der Jugendsynode an „Hauptdarsteller der Veränderung“: „Verzichtet nicht auf das Beste an eurer Jugend, beobachtet das Leben nicht von einem Balkon aus. Verwechselt das Glück nicht mit einem Sofa und verbringt nicht euer ganzes Leben vor einem Bildschirm. … Lasst lieber eure Träume aufblühen und trefft Entscheidungen. Setzt etwas aufs Spiel, auch wenn ihr Fehler machen werdet. … Lasst von euch hören! Werft die Ängste, die euch lähmen, über Bord, damit ihr euch nicht in jugendliche Mumien verwandelt. Lebt! Widmet euch dem Besten des Lebens! Öffnet die Käfigtür und fliegt hinaus!“

In diesem Sinne: Junge wie Alte bleibt begeistert.

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