{"id":1495,"date":"2021-03-16T00:48:39","date_gmt":"2021-03-15T23:48:39","guid":{"rendered":"http:\/\/nd-blog.de\/?p=1495"},"modified":"2021-03-16T01:30:48","modified_gmt":"2021-03-16T00:30:48","slug":"unterscheidung-gerechtigkeit-mut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nd-blog.de\/?p=1495","title":{"rendered":"Unterscheidung \u2013 Gerechtigkeit \u2013 Mut"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>OrdensFrauen f\u00fcr MenschenW\u00fcrde unterst\u00fctzen den Synodalen Weg <\/p><cite>Sr. Susanne Schneider MC, M\u00fcnchen<br>Sr. Hilmtrud Wendorff CJ, N\u00fcrnberg<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Sommer\/Herbst 2018 hat sich eine Gruppe von Ordensfrauen aus dem Gro\u00dfraum M\u00fcnchen zur Gruppe&nbsp;<em>OrdensFrauen f\u00fcr MenschenW\u00fcrde&nbsp;<\/em>zusammengefunden. Angesichts einiger Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche wollten wir nicht l\u00e4nger schweigen, sondern in der \u00d6ffentlichkeit gemeinsam unsere Stimme erheben.&nbsp;Zun\u00e4chst stand die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen im Vordergrund, nachdem einzelne Gemeinschaften von uns schon jahrelang Frauen im Kirchenasyl beherbergt hatten. Doch schon bald kamen weitere wichtige Anliegen hinzu. So formulieren wir unsere Ziele im Fr\u00fchjahr 2019 wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>F\u00fcr die W\u00fcrde eines jeden Menschen: <br>f\u00fcr ein geschwisterliches Miteinander; f\u00fcr das&nbsp;Recht&nbsp;der Schw\u00e4cheren; f\u00fcr Respekt und Dialog; f\u00fcr&nbsp;Gewaltfreiheit.<\/li><li>F\u00fcr Solidarit\u00e4t mit den gefl\u00fcchteten Menschen: <br>f\u00fcr Kirchenasyl; f\u00fcr Bek\u00e4mpfung der&nbsp;Fluchtursachen; f\u00fcr Klimaschutz; f\u00fcr einen Stopp der&nbsp;Waffenexporte.<\/li><li>F\u00fcr Reformen in der Kirche: <br>f\u00fcr ein gleichwertiges Miteinander von Frauen und&nbsp;M\u00e4nnern;&nbsp;f\u00fcr die konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsf\u00e4llen; f\u00fcr eine \u00fcberf\u00e4llige \u00dcberarbeitung der kirchlichen Sexuallehre; f\u00fcr die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen \u00c4mtern und&nbsp;Funktionen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Eure Ziele sind unsere Ziele<\/h1>\n\n\n\n<p>Unsere Ziele aus \u201ef\u00fcr Reformen in der Kirche\u201c korrespondieren mit den vier Foren des Synodalen Weges:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Macht und Gewaltenteilung in der Kirche<\/li><li>gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag<\/li><li>Priesterliche Existenz heute<\/li><li>Liebe leben in Sexualit\u00e4t und Partnerschaft<\/li><li>Frauen in Diensten und \u00c4mtern in der Kirche. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese weitgehende \u00dcbereinstimmung ist kein Zufall: Der synodale Weg greift die Anliegen auf, die viele Reformgruppen, Verb\u00e4nde und Einzelne seit Jahren oder Jahrzehnten als Themen qualifizieren, die um des Evangeliums willen zu besprechen und zu bearbeiten sind.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Nachrichten, die wir \u00fcber die erste Synodalversammlung im Januar 2020 geh\u00f6rt haben, haben uns ermutigt. Wir haben wahrgenommen, dass die Deutsche Ordensobernkonferenz 10 Personen entsenden konnte, darunter 7 Ordensfrauen. Auch dass es 15 \u201ejunge\u201c Leute in dieses Gremium geschafft haben, ist f\u00fcr uns ein positives Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit M\u00e4rz 2020 scheint jedoch der Synodale Weg aus verschiedenen Gr\u00fcnden etwas ausgebremst. Zu \u201eCorona\u201c kamen, wie zu bef\u00fcrchten war, zahlreiche innerkirchliche Bremsversuche. Obwohl die Mehrheit vieler kompetenter und engagierter Christinnen und Christen und Bisch\u00f6fe an diesem Reformprojekt mit viel Herzblut arbeitet, gibt es eine kleine aber lautstarke Minderheit, die \u00c4nderungen ablehnt. Auch den Papstbrief \u201eAn das pilgernde Volk Gottes\u201c vom Juni 2020 empfanden viele aus Deutschland als eher bremsend. Zunehmend mehren sich auch Stimmen, die diesem Reformversuch grunds\u00e4tzlich jede Erfolgschance absprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Synodale Weg an Erneuerungswillen verlieren w\u00fcrde, w\u00e4re das ein fatales Zeichen f\u00fcr unsere Kirche wie f\u00fcr die Gesellschaft. Das darf nicht geschehen! Deshalb m\u00f6chten wir OFMW sowohl die Bisch\u00f6fe wie auch alle anderen Beteiligten am SW ermutigen, in der St\u00e4rke Gottes, im Sinne Jesu und getrieben von der heiligen Geistkraft weiter voran zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit gro\u00dfem Interesse haben wir die Vor\u00fcberlegungen des Synodalforums 1 \u201eMacht und Gewaltenteilung in der Kirche\u201c gelesen. Dieser Text korrespondiert in besonderer Weise mit einigen unserer Anliegen. Deshalb m\u00f6chten wir dazu gerne R\u00fcckmeldung geben und damit die Reformkr\u00e4fte in der Kirche und vor allem jetzt beim Synodalen Weg ermutigen und unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schreiben als Frauen, die aufgrund ihrer Berufung in dieser Kirche leben und sie mitgestalten wollen. Unsere Fragen an den Text waren: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wo wird das f\u00fcr mich ernst?<\/li><li>Wo sp\u00fcre ich Resonanz?<\/li><li>Wo kann ich frei atmen und sp\u00fcre die befreiende Kraft des Evangeliums?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Frauen (in) der Kirche<\/h1>\n\n\n\n<p>Als Ordensfrauen lieben wir die Kirche \u2013 trotz allem! Wir haben das Geschenk des Glaubens und unserer Berufung in der Kirche gefunden; und die Kirche ist neben der Gesellschaft der selbstverst\u00e4ndliche Raum, in dem sich unser Leben abspielt. In diesem Raum gehen wir von dem christlichen Menschenbild aus, das auf der gleichen W\u00fcrde aller Menschen als Br\u00fcder und Schwestern basiert. Zu diesem christlichen Ideal geh\u00f6ren aus theologischen Gr\u00fcnden die bedingungslose Annahme aller Menschen \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrer sexuellen Orientierung \u2013 und die Geschlechtergerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind keine Anf\u00e4ngerinnen im Christsein und Ordensfrau-Sein und m\u00fcssen bekennen, dass neben unserer immer noch bestehenden Begeisterung eine erhebliche Ern\u00fcchterung hinsichtlich der Erstarrung und ein nachhaltiger Schock \u00fcber den vielf\u00e4ltigen Missbrauch innerhalb der Kirche getreten sind: Leider mussten wir im Verlauf unseres Lebens lernen, dass zwischen Evangelium und Praxis in der Kirche, auch ausgehend vom Kirchenrecht, ein \u201egarstig breiter Graben\u201c ist. Wir mei- nen damit nicht die normale Spannung zwischen Ideal und Realit\u00e4t, sondern die Entwicklung der Kirche in den letzten 200 Jahren, in denen die katholische Kirche sich zu einem M\u00e4nner-Macht-B\u00fcndnis entwickelte, das \u201est\u00f6rende\u201c Denkformen und Menschen ausschloss. Wir denken da beispielsweise an Themen wie Demokratie, Gender, Sexuallehre, Selbstbestimmung, Gewissensfreiheit, \u00d6kumene, Dialog der Religionen, Menschenrechte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zweite Vatikanische Konzil und die W\u00fcrzburger Synode schlugen wohltuende Br\u00fccken zur \u201eWelt\u201c, aber dieser Aufbruch wurde nicht konsequent weiterverfolgt. Diese L\u00fccke wird gleich am Anfang des o.g. Papiers betont. Es erkl\u00e4rt, dass die Kirche von ihrem Auftrag her berufen ist, sowohl dem Evangelium wie den \u201eZeichen der Zeit\u201c zu entsprechen und dass sich deshalb viele Strukturen in der Kirche ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Das Bem\u00fchen um eine st\u00e4ndige Erneuerung ist kein Luxus, sondern entspricht dem Auftrag der Kirche. Wir wissen inzwischen, dass ein \u201eKirchenver- st\u00e4ndnis, das sich durch eine Aufladung des Weiheamtes als \u201eheilige Gewalt\u201c (sacra potestas) auszeichnet, eingebunden in eine Hierarchie, in der einseitig die Gl\u00e4ubigen von Priestern als abh\u00e4ngig gesehen werden. \u2026 keineswegs Ausdruck einer jahrhundertelangen und bew\u00e4hrten Tradition [ist], sondern auf weite Strecken eine neue Erfindung nach der Aufkl\u00e4rung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Unterscheidung<\/h1>\n\n\n\n<p>Unsere Erfahrung ist, dass die Begr\u00fcndung der Vollmacht des Amtes mit dem Willen Gottes viel Schaden angerichtet hat und weiterhin Schaden anrichtet. Deshalb schrillen bei uns die Alarmglocken, wenn der Wille Gottes zur Zementierung von Macht missbraucht wird. Ein Beispiel daf\u00fcr, wie in der Kirche Gutes in B\u00f6ses verkehrt werden kann, ist im Text die \u201eSpiritualit\u00e4t des Gehorsams\u201c. Tats\u00e4chlich brachte Gehorsam, religi\u00f6s verbr\u00e4mt, Infantilit\u00e4t, Manipulation, Willk\u00fcr und Unterdr\u00fcckung hervor. Das ist klar missbr\u00e4uchlich und dagegen muss angegangen werden. Von einem solchen Gehorsamsverst\u00e4ndnis m\u00f6chten wir uns als Ordensfrauen nat\u00fcrlich deutlich distanzieren. Einen solchen Gehorsam hat keine von uns gelobt!<\/p>\n\n\n\n<p>Leider haben aber durch Missbrauch viele eigentlich wertvolle und christliche Haltungen, Ideale und Werte ihre positive Bedeutung verloren: Wir denken da an die evangelischen R\u00e4te insgesamt, an Begriffe wie Demut, Dienen, Selbstbeherrschung, Opfer, \u2026 Auch Macht ist ja per se nicht schlecht, aber wenn Macht verschleiert oder missbraucht wird \u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen unterstreichen, dass die Krise der Kirche hausgemacht ist \u2013 und nicht von der \u201eb\u00f6sen Welt\u201c verursacht: also nicht von au\u00dfen in die Kirche hineingetragen, sondern durch Strukturen verursacht, die Macht falsch einsetzen und so Missbrauch beg\u00fcnstigen. Diese Schuldgeschichte muss angeschaut werden, auch wenn das nicht immer einfach ist. Ein Problem dabei ist das fehlende Unrechtsbewusstsein einiger (oder vieler) T\u00e4ter. Hier muss die Gemeinschaft der Kirche auf die Betroffenen h\u00f6ren und notfalls systemfremde Fachleute heranziehen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Gerechtigkeit<\/h1>\n\n\n\n<p>Wir erwarten ein klares Bekenntnis zur eigenen Schuld und t\u00e4tige Reue. Dabei darf auf keinen Fall weiterhin der Eindruck entstehen, die Verantwortlichen reagierten nur auf Druck von au\u00dfen. Wir w\u00fcnschen uns eine Kirche, die nicht vertuscht, verschweigt, herunterspielt. Die Motivation dazu nehmen wir aus dem Evangelium und halten nichts davon, durch falsche Trostpflaster das Vertrauen der Menschen wieder gewinnen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei nehmen wir uns selbst nicht aus und sehen inzwischen, dass wir Unrecht viel zu oft hingenommen haben: Wir haben als \u201eSchafe\u201c die \u201eHirten\u201c gew\u00e4hren lassen, statt Widerstand zu leisten. So wurden wir wie viele Christinnen und Christen zu Ko-Klerikalen, die zu wenig auf ihr eigenes Gewissen h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Kirchliche Strukturen sind ebenso f\u00fcr den noch nicht gen\u00fcgend angeschauten und aufgearbeiteten spirituellen Missbrauch verantwortlich. Hier gibt es in der Kirche in Deutschland noch viel zu tun. F\u00fcr alle Betroffenen w\u00fcnschen wir Anerkennung des Leids und Gerechtigkeit! Nicht l\u00e4nger darf \u00fcber die Betroffenen gesprochen werden, sondern mit ihnen: Deshalb begr\u00fc\u00dfen wir, dass in der letzten Vollversammlung endlich Betroffene zu Wort gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ordensfrauen, die internationalen Gemeinschaften angeh\u00f6ren, denken wir in besonderer Weise auch an unsere Mitschwestern in der ganzen Welt. Was Ordensfrauen weltweit angetan wurde und wird, ist himmelschreiend. Wenn der Synodale Weg in Deutschland f\u00fcr die deutsche Kirche mehr Gerechtigkeit schaffen k\u00f6nnte, w\u00e4re das ein Anfang, der (Ordens-)Frauen weltweit helfen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der Dringlichkeit einer Antwort auf diese \u201eexistentielle Krise\u201c der Kirche und weil inzwischen ein Stau an Reformen die Zukunft der Kirche beeintr\u00e4chtigt, reichen Vertr\u00f6stungen und kleine \u201eReparaturen\u201c nicht mehr aus; es braucht \u201eechte Reformen\u201c und verbindliche Entscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Erfahrung des Nicht-gesehen-werdens von Frauen haben wir uns gut wiedergefunden im Abschnitt \u00fcber \u201eprek\u00e4re Konzepte von Macht\u201c. Unsere Erfahrung ist: Sollte frau in der Kirche aktiv sein wollen, muss sie wissen: Es gibt die \u201egl\u00e4serne Decke\u201c. Sie ist zwar unsichtbar und wird oft totgeschwiegen, doch sie verhindert nicht selten, dass Berufungen und Charismen in angemessener Weise eingebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bischof hat im Jahr 2020 die Aufgabe einer Frau in einer relativ hohen Position im Ordinariat des Bistums so qualifiziert: \u201eSie soll mir den R\u00fccken freihalten\u201c. Nun sind wir je nach Situation gern bereit, das zu tun: Aber wenn das das einzige ist, was uns zugestanden wird? Wir erleben, dass wir beten, zuarbeiten, ausbessern, Kohlen aus dem Feuer holen d\u00fcrfen \u2026 Dass eine Untersekret\u00e4rin im\u00a0VatikanStimmrecht\u00a0bei\u00a0einer\u00a0Bischofssynode\u00a0erh\u00e4lt\u00a0oder\u00a0dass\u00a0die\u00a0deutschen\u00a0Bisch\u00f6fe\u00a0unter dem Druck der \u00d6ffentlichkeit eine Frau zur neuen Generalsektret\u00e4rin ernennen, ist ein l\u00e4ngst \u00fcber- f\u00e4lliger, aber immer noch winziger Schritt in die richtige Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bezweifeln, dass Kirchenm\u00e4nner wissen, wozu wir berufen sind und wozu nicht! So ist es dringend n\u00f6tig, dass Dienste (bisher Frauen zugeordnet) und \u00c4mter (bisher nur f\u00fcr M\u00e4nner) neu definiert werden. Das setzt voraus, dass die Zuordnung von allgemeinem und besonderem Priestertum neu gedacht, Gewalt geteilt und \u00c4mter geschlechtergerecht ausge\u00fcbt werden. Dazu geh\u00f6rt auch, wie im Arbeitspapier angemahnt, eine solide Trennung von sakramentaler Vollmacht und Leitungsmacht.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Mut<\/h1>\n\n\n\n<p>Im von Sr. Philippa Rath OSB herausgegebenen Buch \u201eWeil Gott es so will\u201c bekennen viele Frauen, dass sie trotz vieler Hindernisse und Schwierigkeiten priesterliche Funktionen aus\u00fcben. Keine dieser Frauen will jedoch in den vorherrschenden Klerikalismus hineingeweiht werden. Erforderlich ist eine Neugestaltung des\u00a0Systems.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein neues, charismen-orientiertes Konzept von Entscheidungsfindung muss entwickelt werden. In diesem Zusammenhang weisen wir auf die spirituelle Tradition der Kirche hin, die durch Ordensleute gelebt wurde und wird und Einzelnen wie Gruppen hilft, ihr pers\u00f6nliches Christ*in- Sein zu verwirklichen. Wir denken da an Stichworte wie \u201eGewissensbildung\u201c, \u201eUnterscheidung der Geister\u201c, \u201esexuelle und spirituelle Selbstbestimmung\u201c, christliche Erfahrung\u201c, \u201eSpiritualit\u00e4t\u201c und \u201eMystik\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gibt es in einigen Di\u00f6zesen Frauenf\u00f6rderpl\u00e4ne, und manche Bisch\u00f6fe sind stolz, wenn in ihren Ordinariaten Frauen an hohen Stellen arbeiten. Das sind erste Schritte in Richtung Partizipation und Gewaltenteilung. Wir sagen dazu: Sch\u00f6n, weiter so, das ist der Anfang und weitere Schritte m\u00fcssen kommen\u2026. Anzustreben w\u00e4re also, wie es das Papier formuliert, eine Zusammenarbeit aller im Dienste einer Pastoral, in der nach den Kriterien Berufung und Eignung entschieden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Fazit: Ja, der Synodale Weg kann und muss \u2013 um Gottes und der Menschen willen \u2013 ein Erfolg werden. So w\u00fcnschen wir allen Beteiligten die Hilfe von Gottes lebenspendender Geistkraft.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcnchen, 28.02.2021 OrdensFrauen f\u00fcr MenschenW\u00fcrde<\/p>\n\n\n\n<p>Sr. Susanne Schneider MC, M\u00fcnchen<\/p>\n\n\n\n<p>Sr. Hilmtrud Wendorff CJ, N\u00fcrnberg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OrdensFrauen f\u00fcr MenschenW\u00fcrde unterst\u00fctzen den Synodalen Weg Sr. Susanne Schneider MC, M\u00fcnchenSr. Hilmtrud Wendorff CJ, N\u00fcrnberg Im Sommer\/Herbst 2018 hat sich eine Gruppe von Ordensfrauen aus dem Gro\u00dfraum M\u00fcnchen zur Gruppe&nbsp;OrdensFrauen f\u00fcr MenschenW\u00fcrde&nbsp;zusammengefunden. 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